Yoga war ein wichtiger Begleiter auf meinem Weg aus der Bulimie. In meiner langjährigen Essstörungsbehandlung half es mir, wieder eine positive Verbindung zu Körper und Geist aufzubauen. Gleichzeitig habe ich erlebt, dass leistungsorientierte Yogaformen mit Körpervergleichen und starkem Körperfokus alte Muster eher verstärken können. Erst eine langsame, achtsamkeitsbasierte Praxis, die Wahrnehmung statt Leistung in den Mittelpunkt stellt, wurde für mich wirklich heilsam.
Aus dieser Erfahrung heraus habe ich ein Yogaangebot entwickelt, das sich gezielt an Menschen mit Essstörungen richtet: körperneutral, nicht leistungsorientiert und eingebettet in einen sicheren, therapeutisch begleitenden Rahmen.
An wen richtet sich dieses Angebot?
Menschen mit einer diagnostizierten Essstörung
(z. B. Anorexie, Bulimie, Binge Eating)
In laufender psychotherapeutischer Behandlung
Mit ausreichender körperlicher
und psychischer Stabilität
Grundhaltung & Ziel des Angebots
Dieses Yogaangebot ist bewusst anders gestaltet als viele klassische Yogakurse.
Behutsamer Zugang zum Körper
Das Kursformat ist körperorientiert und achtsamkeitsbasiert. Es schafft einen geschützten Rahmen, in dem Teilnehmende einen nicht-bewertenden Zugang zum eigenen Körper entwickeln können.
Innere Sicherheit & Selbstregulation
Der Fokus liegt auf Körperwahrnehmung, Selbstregulation und dem Aufbau von innerer Sicherheit. Yoga dient hier nicht der Veränderung des Körpers, sondern der Förderung von Präsenz, Selbstfürsorge und innerer Verbundenheit.
Traumasensibel & autonom
Alle Übungen sind freiwillig und jederzeit abwandelbar oder unterbrechbar. Autonomie, Wahlfreiheit und die Wahrung persönlicher Grenzen stehen im Vordergrund.
Das Angebot versteht sich als ergänzende Maßnahme innerhalb einer bestehenden therapeutischen oder klinischen Begleitung und ersetzt keine Psychotherapie.
